Die Belchenflue ist fast zum Inbegriff für eine Nebelwelle geworden. Auf einer kleinen Plattform auf etwas mehr als 1000 m ü. M. hat man Ausblick auf den Bölchen, wie er von den Einheimischen genannt wird. Im Herbst tauchen öfters diese Nebelwellen auf. Sie schleichen sich dann über die Jurahügel, und bettet die Landschaft in Watte ein. Ein wunderschönes Naturspektakel, das natürlich auch die Fotografen auf den Plan ruft.

© Fabian Hüsser | Camera: Panasonic Lumix DC-S1 | Lens: Panasonic Lumix S24-105/F4 | Settings f/8 | 1/6sec | ISO-100 | 59mm | fabian.hüsser.ch

 

 

Aus allen Himmelsrichtungen pilgern sie zu der Plattform hoch und drängeln sich um den besten Platz für das Stativ. Das muss man bei solchen bekannten Shots natürlich in Kauf nehmen. Das ist mir durchaus bewusst, deshalb war ich auch sehr früh vor Ort.

Leider waren die besten Plätze schon mit zwei Stativen besetzt. Pech gehabt – ich suchte ein anderes Plätzchen für mich. Irgendwann bemerkte ich, dass die beiden anderen gar nicht fotografierten. Nicht mal vor ihren Stativen standen. Sie waren hinten auf der Plattform und zerrissen Fotos von anderen auf Instagram.

Ging es hier darum, anderen die Plätze zu verwehren. Irgendwann frage ich, ob sie nicht auch fotografieren wollten. Die knappe Antwort lautete „die Bedingen seien nicht so gut“. OK, für mich passten sie, gut sogar. Ich wollte nachhaken, ob sie den Platz nicht für andere frei machen wollten? Die Frage nahm ein anderer für mich ab. Mittlerweile füllte sich die Plattform mit weiteren Gästen. Die beiden begaben sich daraufhin zu ihren Stativen, ich freute mich schon. Aber zu früh, denn sie guckten bisschen durch den Sucher und taten so, wie wenn.

Ich beschloss mich nicht weiter zu nerven, dann ich wollte mich ab dem wunderschönen Morgen freuen. Und versuchte von meinem Platz aus das Beste zu machen.

Die meisten Fotografen fotografieren so eine Nebelwelle mit einem ND-Filter. Das ist eine Art Sonnenbrille für das Objektiv. Damit fällt weniger Licht in die Kamera und man kann so länger belichten. Das bringt den Effekt, dass die Welle weichgezeichnet wird und wie Watte daher schleicht. Ähnlich wie bei den Wasserfällen. Den einen gefällt das gar nicht – mir eigentlich schon. Aber…

… der passende Filterhalter für das verwendete Objektiv hatte an diesem Morgen frei genommen und blieb lieber daheim.

Ich hätte  nun den ISO-Wert von 100 weiter runternehmen können, aber dann verliere ich Dynamik-Umfang. Die Blende hätte ich noch etwa weiter zu machen können. Aber wirklich gereicht hätte es nicht, um auf eine adäquate lange Belichtungszeit zu kommen. Heute wird das nichts mit Watte.

OK, dachte ich mir, dann machst du es halt mal anders als sonst. Immer alles in Watte packen ist für Softies 😉

 

Schlussendlich bin ich aber ganz zufrieden mit der „echten“ Welle, besonders mit den wärmeren Farben. Zum Glück gibt es noch weitere schöne Orte, um solche Nebelwellen zu geniessen und fotografieren – mit dem Bölchen mache ich erst mal Pause – Ziel wurde erreicht.

 

 

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